Konzept für die Schuleingangsphase
der "Grundschule am Schlosspark" Rösa


1.


Vorbemerkungen:

Alle Kinder sind verschieden! Sie haben unterschiedliche Begabungen, jeweils andere Stärken und Schwächen.
Jedes Kind beschreitet einen anderen Entwicklungsweg und benötigt auch unterschiedlich viel Zeit dafür.
Am Tag der Einschulung kommt also nicht eine Gruppe von Kindern zu uns in die Schule, sondern ganz verschiedene, individuelle Persönlichkeiten.

Darauf muss sich Schule heute einstellen und jedes einzelne Kind dort abholen, wo es gerade steht.
Durch die seit 2009 verbindliche Schuleingangsphase in Sachsen-Anhalt kann Schule heute ein Lernort sein, der es jedem Kind ermöglicht, sich individuell und auf seine Lernvoraussetzungen abgestimmt, zu entwickeln.

Der 1.und 2. Schuljahrgang in der Grundschule bilden die Schuleingangsphase.
Der Besuch kann entsprechend der Lernentwicklung der Schülerin oder des Schülers ein bis drei Schuljahre dauern.
Die oberste Schulbehörde regelt die nähere Ausgestaltung der Schuleingangsphase durch Verordnung.
(Schulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt)

Deshalb ist es von besonderer Bedeutung:
  • individuell und differenziert im Unterricht zu arbeiten,
  • Kindern unterschiedlich viel Zeit geben, um ihren Lernstoff zu bearbeiten,
  • Kinder dort bestärken und fördern, wo besondere Begabungen vorhanden sind,
  • Kindern, das selbstständige Lernen ermöglichen,
  • Kindern dort helfen, wo sie Schwierigkeiten haben.


2.


Schuleingangsphase an unserer Grundschule


2.1.


Team

An unserer Schule arbeiten alle Lehrkräfte an der Gestaltung der Schuleingangsphase mit.
Das Team besteht aus der Schulleiterin, 2 Lehrerinnen und der pädagogischen Mitarbeiterin.
Im 2-Jahres-Rhythmus wechseln die Lehrkräfte in das Team für die Klassen 3 und 4.


2.2.


Die flexible Verweildauer

Gemäß den verbindlichen Lehrplänen sind genaue Aussagen getroffen worden, welchen Lernstande ein Kind am Ende der Schuleingangsphase erreicht haben muss.
Auf dem Weg dorthin schreiten Kinder mit unterschiedlichem Tempo voran.

Daraufhin muss Schule heute reagieren:
  • Die Regelzeit zum Durchlaufen der Schuleingangsphase beträgt 2 Jahre.
  • Ein Kind kann nach einem Jahr in den 3. Schuljahrgang wechseln, wenn es die erforderlichen Lernvoraussetzungen besitzt, um dort erfolgreich zu lernen, dies geschieht auf Antrag der Eltern.
  • Wenn ein Kind mehr Lernzeit benötigt, um die erforderlichen Kompetenzen zu entwickeln, verbleibt das Kind 3 Jahre in der Schuleingangsphase, dies erfolgt auf Beschluss der Klassenkonferenz.
Eltern werden an unserer Schule laufend über die erreichten Kompetenzen informiert.


2.3.


Organisatorische Umsetzung

An unserer Schule lernen die Kinder in Stammlerngruppen.
Moderne Unterrichtsformen wie zum Beispiel Tages- und Wochenplanarbeit, Stationenlernen, Werkstätten, Projekte, selbstständiges Arbeiten, aber auch Frontalunterricht sind Lernformen, die alle Lehrer unserer Schule vermitteln.

Gemeinsames Lernen aller Jahrgänge realisieren wir bei verschiedenen Schulprojekten.

Um den steigenden Anforderungen an den Unterricht in der Schuleingangsphase gerecht zu werden, besuchen die Lehrkräfte unserer Schule regelmäßig Fortbildungen.

Die Schulleitung ist dafür verantwortlich, die Qualität des Unterrichts zu überprüfen und zu beurteilen.

Gemeinsam im Team und in enger Zusammenarbeit mit den Schulgremien wird über die Verwendung geeigneter Materialien und Schulbücher entschieden.

Im Vordergrund stehen dabei immer die uns anvertrauten Kinder.


2.4.


Zusammenarbeit zwischen der Schule, KITA und Eltern

Zum Einzugsgebiet unserer Grundschule gehören drei Kindereinrichtungen.
Die Bereitschaft zur Kooperation ist bei allen Beteiligten vorhanden und wird für den Grundschulbereich durch einen Erlass geregelt.
Die Verträge regeln die Eckpunkte der Zusammenarbeit.

Augenblicklich gestaltet sich die Zusammenarbeit so:

Im letzten Kindergartenjahr besucht eine Lehrkraft unserer Schule im Wechsel die KITAs bis Dezember, um die Kinder kennenzulernen.
Die Lehrkraft beobachtet die Kinder bei verschiedenen Spielsituationen und erörtert mit den Erzieherinnen eventuelle Entwicklungsbesonderheiten der zukünftigen Einschüler.

Die Eltern erhalten ein Informationsschreiben über den geplanten Ablauf des letzten Jahres vor Schuleintritt.

Ab dem 2. Halbjahr bieten wir allen zukünftigen Einschülern die Möglichkeit, an drei Vorschulwerkstätten teilzunehmen.
Hier können sie ihre zukünftigen Mitschüler, Lehrer und das Schulgebäude kennenlernen.

Im Mai findet dann die 1. Elternversammlung der zukünftigen SEP 1 statt.

Eltern können an unserer Schule in verschiedenen Gremien mitarbeiten, wenn sie sich zur Wahl stellen:
  • Klassenelternrat,
  • Klassenkonferenzen,
  • Schulelternrat,
  • Gesamtkonferenz.