Allgemeine Coronalage Gemeinde Muldestausee
vom 19.04.2021


In der Gemeinde Muldestausee gibt es seit Beginn der Coronapandemie 427 infizierte Personen und damit 61 mehr als zur letzten Lageinformation vom 26.03.2021.

Es gelten aktuell 33 Personen in unserer Gemeinde als infiziert.
Im gesamten Landkreis sind es 446.
Die Zahl im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist auf insgesamt 5.598 bestätigte Fälle angestiegen.
Die mit Abstand meisten Betroffenen kommen aus Bitterfeld-Wolfen (156 infizierte Personen), gefolgt von Sandersdorf-Brehna (50 infizierte Personen), Köthen (47 infizierte Personen) und Zörbig (42 infizierte Personen).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert betrug vor dem Wochenende 82,7 und konnte heute aufgrund eines Softwarefehlers nicht aktuell übermittelt werden. über das Wochenende sind jedoch 111 infizierte Personen im Landkreis hinzugekommen.
Inzwischen sind 150 Personen an oder in Verbindung mit COVID-19 im Landkreis verstorben.
11 Personen werden intensivmedizinisch behandelt, davon zwei invasiv beatmet.

Es gilt die erste Änderung der 11. Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen Anhalt vom 29.03.2021 sowie die 7. Eindämmungsverordnung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld vom 26.03.2021, mit denen die bestehenden Regelungen um drei weitere Wochen fortgeschrieben werden.

Am kommenden Mittwoch soll im Bundestag das neue Infektionsschutzgesetz beschlossen werden, allerdings in einer veränderten Fassung, welche sich von der Kabinettsvorlage unterscheidet. Die Koalitionspartner Union und SPD haben sich auf Änderungen bei der „Bundesnotbremse“ verständigt.
Hiernach sollen Ausgangsbeschränkungen erst um 22 Uhr bis 5 Uhr morgens gelten und überall dort in Kraft treten, wo der Inzidenzwert von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten wird.
Bei triftigen Gründen gilt die Ausgangssperre nicht, so soll es weiter erlaubt sein, z.B. allein zu spazieren oder joggen zu gehen bis Mitternacht, andererseits im gesamten Zeitraum, wenn es die Arbeit betrifft, medizinische Hilfe gebraucht wird oder der Hund ausgeführt werden muss.

Präsenzunterricht und der Regelbetrieb in Kitas sollen ab einer Inzidenz von 165 ausgesetzt werden.

Bezüglich der Kontaktbeschränkungen soll bei einer Inzidenz über 100 sich ein Hausstand privat nur mit einer weiteren Person treffen dürfen, egal ob drinnen oder draußen.

Ladengeschäfte für die Versorgung (Lebensmittel, Apotheken, Blumenfachgeschäfte, Optiker etc.) bleiben geöffnet.

Im Dienstleistungsbereich bleibt alles offen, was nicht ausdrücklich untersagt wird (z.B. Banken, Sparkassen, Poststellen, Autowerkstätten etc.).

Körpernahe Dienstleistungen sollen nur bei medizinischen, pflegerischen, therapeutischen oder seelsorgerischen Zwecken erfolgen dürfen, aber Friseure sollen geöffnet bleiben. Erforderlich werden negative Coronatests und weiter das Tragen medizinischer Masken.

Sport und Freizeit:
Gastronomie, Hotels und Freizeit- sowie Kultureinrichtungen sollen bei deiner Inzidenz über 100 geschlossen bleiben.
Sport bleibt erlaubt alleine, zu zweit oder nur mit Mitgliedern des eigenen Hausstandes.
Kinder bis 14 Jahren sollen Sport im Freien in Gruppen mit höchstens fünf Kindern betreiben dürfen.

Von den 412 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland liegen aktuell 87 Prozent bei einer Inzidenz über 100, somit steht in den meisten Teilen der Bundesrepublik ein weiterer strenger Lockdown bevor.

Nun bleibt die Entscheidung des Bundestages und die Umsetzung in die Landesverordnung ab Ende April / Anfang Mai abzuwarten. Die wichtigsten Fragen und Antworten werden angefügt.

Impfen:
Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld sind aktuell 30.159 Menschen erstgeimpft, was einer Quote von 19,0 Prozent entspricht.
7.833 Menschen haben ihre Zweitimpfung erhalten, was 4,9 Prozent entspricht.

Das Impfen schreitet kontinuierlich, auch durch die Einbindung der Hausärzte, voran.
Wegen des Wegfalls des Impfstoffes von AstraZeneca werden Impfstoffdosen des Landkreises von Biontech & Pfizer nunmehr für die Zweitimpfungen derjenigen zurückgehalten, die eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhielten (z.B. LehrerInnen und ErzieherInnen).

Die Landesregierung hat zudem kürzlich entschieden, allen ehrenamtlichen WahlhelferInnen ein Impfangebot in Vorbereitung der Landtagswahlen zu machen. Dies werden wir über die dezentralen Impftermine mit absichern.
Mehrere dezentrale Impftermine konnten wir bereits für die Ü-80-Jährigen durchführen (Krina, Muldenstein, Schlaitz).
Diese werden fortgesetzt und ab kommender Woche die Ü-70-Jährigen in Rösa und Pouch geimpft.
Bei Übergang in die Priorität 3 (vorgesehen für Mai) werden zuerst alle dazu bereiten Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr geimpft.

Ziel ist, dass - in Abhängigkeit der verfügbaren Impfstoffdosen - im Mai allen Ü-70- Jährigen über Impfzentren, Hausärzte und dezentrales Impfen ein Angebot gemacht wurde.

Testungen
Die kommunalen Schnelltestzentren in Pouch und Gröbern werden weiter fortgesetzt, immer montags 15:00 bis 19:00 Uhr im Poucher Saal und donnerstags 15:00 bis 19:00 Uhr im Mehrzweckgebäude Gröbern (Mühlstraße 21).

Unterdessen werden in den Kitas kostenfreie Schnelltests für Kinder zum freiwilligen Selbsttest ausgehändigt sowie für die Schulen.
Für die Schulen ist sogar eine Testpflicht vorgesehen, während aktuell alle Schülerinnen und Schüler von der Präsenzpflicht befreit sind.

Die Coronahotline des Landkreises ist unter der Woche von 08:00 - 20:00 Uhr sowie an den Wochenenden von 09:00 bis 15:00 Uhr unter:
03496 60 - 1234 oder buergertelefon@anhalt-bitterfeld.de erreichbar.

Das Gesundheitsamt ist darüber hinaus erreichbar unter 03496 60 - 1752 sowie meldung-covid-19@anhalt-bitterfeld.de.

Ich bitte Sie alle darum, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund!

Ihr Bürgermeister
Ferid Giebler