Allgemeine Coronalage Gemeinde Muldestausee
vom 19.02.2021


In der Gemeinde Muldestausee gibt es seit Beginn der Coronapandemie 309 infizierte Personen und damit 16 mehr als zur letzten Lageinformation vom 12.02.2021.

Es gelten aktuell 22 Personen in unserer Gemeinde als infiziert.
Im gesamten Landkreis sind es 266.
Informationen zu Quarantäneverfügungen nach Ortsteilen oder die Gesamtfallzahl im Verhältnis zu den Genesenen stehen aktuell nicht zur Verfügung.

Die Zahl im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist auf insgesamt 4.174 bestätigte Fälle angestiegen.
Die meisten Betroffenen kommen aus Bitterfeld-Wolfen (62 infizierte Personen) und Köthen (60 infizierte Personen).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt 77,0.

Inzwischen sind 103 Personen an oder in Verbindung mit COVID-19 im Landkreis verstorben.
6 Personen werden intensivmedizinisch behandelt, davon drei invasiv beatmet.

Es gilt die 4. Änderung der 9. Eindämmungsverordnung bis voraussichtlich 10. März 2021.

Während die Inzidenzwerte bundesweit kontinuierlich sinken, bleiben Sachsen-Anhalt und Thüringen die Bundesländer mit den flächendeckend höchsten Infektionszahlen.

Die Anpassung der bundesweit geltenden Impfverordnung führte nicht dazu, dass ErzieherInnen und LehrerInnen früher geimpft werden.
Dennoch ist in Prüfung, ob Beschäftigte in der Kinderbetreuung sowie GrundschullehrerInnen frühzeitiger, folglich in Gruppe 2 mit hoher Priorität geimpft werden könnten.
Die Bundeskanzlerin begründete dies damit, dass diese Personengruppen die notwendigen Abstände nicht immer einhalten können.

Folgende Änderungen sieht die Impfverordnung vor:
  • Künftig kann von der Impf-Reihenfolge in Einzelfällen abgewichen werden, wenn Impfstoff übrig bleibt, der sonst wegen fehlender Haltbarkeit weggeworfen werden müsste.
    Dies betrifft aber im Wesentlichen jüngere Jahrgänge in der gleichen Prioritätengruppe, sodass die Bundesländer einzelne Jahrgänge zeitversetzt einladen dürfen.

  • Personen mit bestimmten schweren Krankheiten werden schneller berücksichtigt - in der Gruppe zwei mit hoher Priorität.

  • Wer unter 65 ist, soll vorrangig den AstraZeneca-Impfstoff erhalten, die Älteren BioNTech/Pfizer und Moderna.

Gruppe 1 Mit höchster Priorität
Zu dieser Gruppe, die zuerst geimpft wird, zählen Bewohner von Altenheimen, über 80-Jährige, Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, Personal, das erhöhtem Ansteckungsrisiko ausgesetzt ist - etwa auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und im Rettungsdienst.
Impf-Zeitplan: bis Ende März 2021

Gruppe 2 Mit hoher Priorität
Zur Gruppe 2 gehören nach wie vor 70-80-Jährige, Menschen mit Trisomie 21, Demenz, Transplantationspatienten, enge Kontaktpersonen bei der Betreuung, Menschen in Asyl- oder Obdachlosenunterkünften.
Neu! Jetzt werden deutlich mehr Menschen mit Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in diese Gruppe aufgenommen, etwa bei schwerer Diabetes, chronischen Lungen-, Leber- und Nierenerkrankungen und Patienten mit Krebserkrankungen ohne gestopptes Tumorwachstum.
Früher geimpft werden auch besonders fettleibige Menschen und Personen mit Erkrankungen wie biopolarer Störung, schwerer Depression, Schizophrenie.
Künftig können auch bis zu 2 Kontaktpersonen benannt werden, die geimpft werden.
Zeitplan: ab April 2021

Gruppe 3 Mit erhöhter Priorität
Zur Gruppe 3 zählen 60-bis 70-Jährige, medizinisch vorbelastete Menschen, Polizei und Feuerwehr, Personal in Kitas, Schulen und im Einzelhandel.
Zeitplan Sommer 2021

Gruppe 4 Normales Risiko
Zur Gruppe 4 gehören alle Menschen unter 60 Jahren ohne Vorerkrankungen und sonstigem erhöhtem Risiko.
Zeitplan: bis Ende des Sommers "Impfangebot" an alle.

Inzwischen haben laut Bundesregierung fast 80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegeeinrichtungen die Erstimpfung bekommen.
Bei aktuell 54.350 Impfungen pro Tag wird im Schnitt alle 1,6 Sekunden eine Impfung durchgeführt.
Bezüglich des dezentralen Impfens im Landkreis ist festzuhalten, dass der Zeitplan der Angebote für die Pflegeheime bis März 2021 offenbar eingehalten wird.
Damit steigen die Chancen, dass ab April 2021 auch dezentral in den Städten und Gemeinden geimpft werden kann.
Auf unsere Anfrage der über 80-jährigen Bürgerinnen und Bürger antworteten bereits 740 Personen.
Davon sind erst 10 bereits geimpft, 710 Personen möchten sich noch impfen lassen.

Die Coronahotline des Landkreises ist und nun länger erreichbar, und zwar unter der Woche von 08:00 - 20:00 Uhr sowie an den Wochenenden von 09:00 bis 15:00 Uhr unter:

03496 60 - 1234 oder buergertelefon@anhalt-bitterfeld.de.

Das Gesundheitsamt ist darüber hinaus erreichbar unter 03496 60 - 1752 sowie meldung-covid-19@anhalt-bitterfeld.de.

Ich bitte Sie alle darum, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund!