Allgemeine Coronalage Gemeinde Muldestausee
vom 18.01.2021


In der Gemeinde Muldestausee gibt es seit Beginn der Coronapandemie 220 infizierte Personen und damit 33 mehr als zur letzten Lageinformation vom 13.01.2021.
Unverändert liegen aktuelle Zahlen zu Ortsteilen und Quarantäneanordnungen nach Orten derzeit vom Gesundheitsamt nicht vor.

Die Zahl im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist auf insgesamt 2.680 bestätigte Fälle angestiegen.

Mittlerweile sind 30 Personen an oder i.V.m. dem Coronavirus gestorben.
22 Personen werden aktuell intensivmedizinisch behandelt, davon werden 11 invasiv beatmet.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt aktuell 219,6.

Ende vergangener Woche wurde eine Lehrerin an der Bernsteinschule Friedersdorf positiv getestet, welche die Verantwortung für die Notbetreuung der 1. und 2. Klasse trug.
Auf Anordnung des Gesundheitsamtes müssen diese nun bis zum 25.01.2021 in Quarantäne bleiben.
Weil die Kinder in den Horten Friedersdorf und Muldenstein weiter betreut wurden, führten wir mit unseren Erzieherinnen und Erziehern Schnelltests durch, die glücklicherweise alle negativ ausfielen.

Impffortschritt: Bislang wurden 2.224 Menschen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld geimpft (Erstimpfung), davon 900 Bewohner in Pflegeheimen, 1.113 beruflich bzw. medizinisch bedingt und 211 Personen über das Impfzentrum.
Dort erhielten 143 Menschen über 80 Jahre und 68 Personen wegen Beruf oder aus medizinischen Gründen die Erstimpfung.
Neun Personen wurden abgewiesen, weil nicht impfberechtigt.
Die zweite erforderliche Impfung erhielten bislang erst 82 Personen.

Gegenüber dem Landkreis fordern die (Ober)Bürgermeister geschlossen ein Impfen in der Fläche, was zeitnah mit dem Landkreis besprochen werden soll.
Insbesondere der Coronaimpfstoff von Hersteller Biontech und Pfizer kann künftig einfacher eingesetzt werden. Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von Biontech hervorgeht, kann der Impfstoff auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei 2 bis 8 Grad transportiert werden, was neue Daten zur Stabilität des Impfstoffes ergaben.

Während bisher nicht empfohlen wurde, bereits verdünnten Impfstoff zwischen Einrichtungen zu transportieren, könnte dies nun unter Umständen möglich werden. Insbesondere durch den möglichen Transport zwischen den Impfzentren der Länder, wo das Präparat bei minus 70 Grad lagert, und den mobilen Impf-Einsätzen in Pflegeheimen oder Einrichtungen des betreuten Wohnens könnte ein Impfen in der Fläche erfolgen.
Der Transport von Älteren und Ältesten, insbesondere auch für nur noch bedingt mobile Personen, könnte zu Einrichtungen der Gemeinde, dem Hausarzt oder angelehnt an Blutspendetermine (-orte) in den Städten und Gemeinden einfacher erfolgen.

Nach Angaben von Biontech ist verdünnter Impfstoff maximal sechs Stunden bei 2 bis 30 Grad haltbar. Er könne also bei Bedarf schon im Impfzentrum verdünnt und dann als vorbereitete Dosis in der Spritze vorsichtig transportiert werden, wofür spezielle Kühlboxen verwendet werden sollen. Spritzen oder Fläschchen sollten sicher verpackt sein, damit sie aufrecht stehen und nicht lose sind oder rollen. Das ist für die mobilen Impfteams, ggf. auch mit Unterstützung aus den Gemeinden, leistbar.

Aus einer Ampulle können zudem nun auch sechs statt fünf Impfdosen gezogen werden.
Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde Ende 2020 als erster in der EU zugelassen, inzwischen wird auch das Präparat des US-Herstellers Moderna in Deutschland eingesetzt.

Ich werde mich dafür einsetzen, dass so früh wie möglich (abhängig von den verfügbaren Impfstoffmengen) auch in der Fläche Impfangebote gemacht werden.

Es gelten die Zweite Änderung der 9. Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt und die 11. Änderung der Quarantäneverordnung des Landes Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus die 1. Verordnung zur Einschränkung des Bewegungsradius des Landkreises Anhalt-Bitterfeld.
Eine Übersichtskarte mit dem 15-Km-Radius finden Sie zur Orientierung anbei.


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Darüber hinaus gilt weiter die Zweite Eindämmungsverordnung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld zur Information und Benennung der Kontaktpersonen, wonach Personen, bei denen ein PCR-Coronatest positiv ausfiel, sich unverzüglich für mindestens 10 Tage in häusliche Quarantäne begeben und durch Selbstauskunft das Gesundheitsamt über die Kontaktpersonen informieren müssen.
Die entsprechenden Schaubilder und Meldeformulare dieser Verordnung werden für alle Bürgerinnen und Bürger im nächsten Amtsblatt, das am 27.01.2021 erscheint, abgedruckt.

Auch eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Regelungen bzw. Verordnungen wird im Amtsblatt erfolgen, sodass alle, die nicht online der Gemeinde folgen können, hierauf verwiesen werden können.

Über weitere Maßnahmen werden sich bereits morgen Bund und Länder verständigen.

Die Coronahotline des Landkreises ist erreichbar unter:
03496 60 - 1234 oder buergertelefon@anhalt-bitterfeld.de.

Das Gesundheitsamt soll darüber erreichbar sein unter 03496 60 - 1752
sowie meldung-covid-19@anhalt-bitterfeld.de.

Ich bitte Sie alle darum, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund!

Bildnachweis Grafiken: Zeit.de


Alle Formulare finden Sie auf der Gemeinde-Muldestausee-Homepage, einfach hier klicken