Aktuelle "Corona"-Lage Gemeinde Muldestausee
(der Bürgermeister informiert:)
08.01.2021


In der Gemeinde Muldestausee gibt es seit Beginn der Coronapandemie 156 infizierte Personen und damit 3 mehr zu gestern. Da aktuelle Zahlen derzeit vom Gesundheitsamt nicht vorliegen können insbesondere zu Ortsteilen und Quarantänezahlen derzeit keine Angaben gemacht werden.

Die Zahl im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist um weitere 42 Personen auf insgesamt 2.185 bestätigte Fälle angestiegen.

Mittlerweile sind 21 Personen an oder i.V.m. dem Coronavirus gestorben. 22 Personen werden aktuell intensivmedizinisch behandelt, davon werden 9 invasiv beatmet.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt aktuell 188,7.

Heute wurden die Zweite Verordnung zur Änderung der 9. Eindämmungsverordnung ab dem 11. Januar 2021 und die 11. Änderung der Quarantäneverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (ab sofort) beschlossen und veröffentlicht.

Die neuen Regelungen schreiben die bestehenden Beschränkungen fort und verschärfen die Kontaktbeschränkungen, so wie dies bundesweit einheitlich sein wird. Hiernach ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum ausschließlich alleine, im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Dies gilt auch für Private Zusammenkünfte und Feiern mit Freunden, Verwandten und Bekannten.

Wie zu erwarten war, bleiben die Kitas, Horte und Schulen geschlossen und sichern die Notbetreuung ab. Die Jahrgänge 7 bis 13 aller Schulen wechseln vollständig in den Distanzunterricht. Abweichende Regelungen können nur für die Abschlussklassen dieses Schuljahres mit Präsenzunterricht vorgenommen werden.

Das Land Sachsen-Anhalt hat (noch) keine Kompensation für die Elternbeiträge beschlossen. Es ist davon auszugehen, dass die Eltern, welche die Notbetreuung nicht in Anspruch nehmen können, eine Erstattung erhalten. Wie mit den Elternbeiträgen der Eltern verfahren wird, die einen Anspruch auf Notbetreuung haben und diesen nur teilweise geltend machen, wird der Gemeinderat Anfang Februar entscheiden. Zu diesem Zeitpunkt wird auch klar sein, was nach dem 31.01.2021 gilt, sodass eine generelle Regelung getroffen werden kann. Anstatt den Einzug der Beiträge jetzt auszusetzen und dann ggf. später nachzufordern, werden diese Mitte des Monats regulär eingezogen und nach den entsprechenden Entscheidungen Erstattungen bzw. Gutschriften erfolgen. Damit ist der bürokratische Aufwand beherrschbarer.

Es ist leider wieder davon auszugehen, dass das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration erst Anfang der Woche mit Erlassen die Verordnung herunterbrechen wird.

Regelungen zum Bewegungsradius:
Sofern der Inzidenzwert in einem Zeitraum von fünf Tagen über 200 liegt, sind durch Rechtsverordnung durch den Landkreis weitere lokale Maßnahmen, auch die Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort, zu erlassen. Ausnahmen bei Vorliegen triftiger Gründe sind festzulegen wie z.B. die Ausübung beruflicher, mandatsbezogener oder ehrenamtlicher Tätigkeiten, die Inanspruchnahme medizinischer Versorgungsleistungen oder die Wahrnehmung des Sorgerechts.

Die Rechtsverordnung ist aufzuheben, wenn der Inzidenzwert wiederum mindestens fünf Tage unterhalb der 200Žer-Marke liegt.

Die Verordnung gilt zunächst bis Ende Januar, wobei am 25.01.2021 beschlossen werden soll, wie es danach weiter geht.

Darüber hinaus gelten weiter die Regelungen der sogenannten Quarantäneverordnung, nun die 11. Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Quarantäneverordnung vom 08.01.2021. Personen, die aus dem Ausland in das Land Sachsen-Anhalt einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Risikogebiet eingestuften Gebietes aufgehalten haben, sind verpflichtet,
  • sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in Haupt- oder Nebenwohnung zu begeben und für einen Zeitraum von zehn Tagen zu isolieren,
  • sich höchstens 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise in die Bundesrepublik Deutschland einer COVID-19-Testung zu unterziehen und das Testergebnis zehn Tage aufzubewahren,
  • die zuständige Behörde (Gesundheitsamt Anhalt-Bitterfeld) unverzüglich zu informieren, wenn typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise auftreten.

Bestimmte systemrelevante Personengruppen können von der Absonderungsverpflichtung ausgenommen werden, wenn sie mittels eines ärztlichen Zeugnisses nachweisen können, sich nicht mit dem Coronavirus infiziert zu haben (Negativtest).
Welche Personengruppen das abschließend sind, finden Sie im § 2 Absatz 3 der Quarantäneverordnung, die wir auch auf der Homepage der Gemeinde einstellen. Im Zweifel informiert Sie das Gesundheitsamt.

Die Coronahotline des Landkreises ist erreichbar unter:
03496 60 - 1234 oder buergertelefon@anhalt-bitterfeld.de.

Das Gesundheitsamt soll darüber erreichbar sein unter 03496 60 - 1752 sowie meldung-covid-19@anhalt-bitterfeld.de.

Ich bitte Sie alle darum, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, damit die beschlossenen Maßnahmen ausreichen und nicht weiter verschärft werden müssen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund!