Erlass: Ab Mittwoch (29.04.2020)
gelten neue Regeln für Kita-Notbetreuung


Mehr Kinder pro Raum zugelassen

Am 28.04.2020 um 11:04 Uhr berichtete er MDR folgendes:

In den Notbetreuungen der Kitas in Sachsen-Anhalt wird es immer voller – weil immer mehr Berufstätige ihren Nachwuchs trotz Corona-Krise in die Kita bringen dürfen. Ab Mittwoch gibt es deshalb neue Regeln im Kita-Alltag. Ein Überblick.

Weil immer Kinder in Sachsen-Anhalt zur Notbetreuung in die Kita gebracht werden, gelten ab Mittwoch landesweit neue Regeln.
Das legt ein neuer Erlass fest, den das Sozialministerium am Montagabend veröffentlicht hat. Danach dürfen ab 29. April jeweils zwölf Kinder in einem Raum betreut werden. Bislang waren es fünf. Wie das Sozialministerium schreibt, muss gewährleistet sein, dass es sich dabei immer um dieselben Kinder und dieselben Betreuer handelt.

Kita-Personal soll Abstand zueinander halten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kitas werden in dem Papier aufgerufen, Abstand untereinander und zu den Eltern zu halten. Grundsätzlich haben Eltern dem Erlass zufolge das Recht, ihr Kind so lange wie im Betreuungsvertrag vereinbart in die Kita zu bringen. "Soweit es ihnen möglich ist", sollten Eltern aber freiwillig auf Betreuungszeit verzichten, heißt es in dem Erlass des Ministeriums weiter. Ziel sei, die "Betreuungsinfrastruktur der Notbetreuung gut aufrecht zu erhalten".

Kinder, die erkältet sind, dürfen dem Erlass zufolge nicht in die Notbetreuung kommen. Wenn sie an Heuschnupfen oder Allergien leiden, müssen die Eltern das mit einer Bescheinigung vom Arzt nachweisen.

Der Erlass legt auch konkret fest, wie es um die Eingewöhnung von Kindern in der Kita steht. Sie soll trotz der Corona-Krise möglich sein, heißt es in Paragraph 4. Wichtig sei dabei die Absprache von Eltern und Kita-Leitung – zum Beispiel über die Frage, wann am Tag eine Eingewöhnung möglich ist. Die Eingewöhnung soll demnach so kurz wie möglich gehalten werden.
Um Kindern keine Angst zu machen, soll das Kita-Personal keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch für die Kinder ist solch ein Schutz nicht verpflichtend.